Afrika hält Einzug in der 1/2b

25. Juli 2021 / Jutta Anschütz

„Habari za asubuhi“ oder „Hujambo“, was auf Suaheli so viel wie „Guten Morgen“ und „Hallo“ heißt, und noch einiges mehr erfuhren und lernten die Mädchen und Jungen der Klasse 1/2b in unserer sehr interessanten Afrika-Projektwoche.

Wir starteten  am Montagmorgen mit einer fiktiven Flugreise vom Frankfurter Flughafen und „landeten“ nach circa 10,5 Stunden in Johannesburg. Da wurde nicht schlecht gestaunt, wie lange so ein Flug bis in den Süden Afrikas in etwa dauert. Dort angekommen wollten wir uns den Kontinent Afrika mit seinen 54 Ländern einmal etwas genauer anschauen. Die Kinder lernten die vier größten Länder Afrikas kennen: den Sudan, Libyen, Algerien und den Kongo.

Auf einer Karte zeichneten wir anschließend den Äquator sowie den längsten Fluss der Welt, den Nil, ein und markierten die größten Wüsten Afrikas (Sahara, Kalahari), sowie die Regenwaldregionen und den Abschnitt der Feucht- und Dornstrauchsavannen in entsprechenden Farben. Dass der Kilimandscharo in Tansania mit seinen 5895 m Höhe der höchste Berg Afrikas ist, wussten einige Kinder bereits.

Sehr großes Interesse zeigten alle beim Thema Tiere. Wir staunten über die bekanntesten Wüstentiere und beschäftigten uns auch mit einer Vielzahl an weiteren Tieren, die in den Savannen leben. In Partnerarbeit wurden kurze Steckbriefe zum jeweiligen Tier erstellt und anschließend der Klasse vorgestellt. Besonders beliebt waren natürlich die „Big Five“, Elefant, Nashorn, Büffel, Löwe und Leopard.

Highlight der Woche war bei uns in der Klasse der Besuch von „Frau Gloria“ aus Tansania. Gespannt wurde sie erwartet. Von der ersten Minute an hingen die Erst- und Zweitklässler an ihren Lippen. Die Kinder staunten besonders, als Frau Gloria zeigte, wie vielfältig ein einfaches Tuch gebunden und getragen werden kann. Als sie uns die Zahlen von eins bis zehn in ihrer Muttersprache Suaheli beizubringen versuchte, wurden zahlreiche Notizzettel gezückt. Die Kinder schrieben fleißig die Zahlwörter von der Tafel ab, um sie sich zuhause nochmal genau einprägen zu können.

Frau Gloria zeigte uns Sandalen, die aus Autoreifen hergestellt wurden. Wir sahen echte afrikanische Geldmünzen und Scheine und erfuhren einiges über die schönen, aber auch über die nicht so schönen Seiten eines Lebens in Tansania bzw. Afrika. Die vielen Fragen, die sich die Kinder im Vorfeld für Frau Gloria notiert hatten, beantwortete sie alle. Danke, Frau Gloria, dass du bei uns warst! Es war toll mit dir!

Am Freitag ließen wir die Projektwoche mit kurzen Filmen  über ein Kinderleben in Afrika und mit einem afrikanischen Kinderbuch ausklingen.

Der tägliche Kreativteil machte den Kindern besonders viel Spaß. Wir gestalteten ein Bild afrikanischer Frauen mit ihren bunten Kleidern beim Wassertragen.  Außerdem stellten wir aus selbst mitgebrachten Erden Farben in Sand- und Erdtönen her und malten damit afrikanische Masken.  Am Mittwoch wurde es etwas lauter im Klassenzimmer, denn die Kinder bauten  aus Astgabeln, Kronkorken und bunter Wolle Rasseln, die sie natürlich im Anschluss ausprobierten.  Zuletzt beschäftigten wir uns mit der Bedeutung der (Länderflaggen-)Farben in Afrika und wurden schließlich zu Designern unserer eigenen, leuchtenden  afrikanischen  Muster.

Ich hoffe, dass die Afrika-Projektwoche bei den Kindern noch lange positiv in Erinnerung bleiben wird.