Wie Eltern ihre Kinder unterstützen können

Offener Umgang miteinander

Lehrern liegt  – genauso wie Eltern – vor allem das Wohl der Kinder am Herzen. Deswegen gelingt die beste Unterstützung für Grundschulkinder, wenn Eltern und Lehrer zusammenarbeiten und einen offenen Umgang pflegen.

Bitte gehen Sie bei Fragen und auch Kritik offen und direkt auf die Lehrer zu, bevor sich eine Sache zu einem Problem auswächst. Oft handelt es sich um ein Missverständnis, das im persönlichen Gespräch schnell geklärt werden kann.

Zeigen Sie Ihrem Kind, dass Sie sich für alles rund um die Schule interessieren und ermuntern Sie es von seinem Schultag zu berichten.

Unterrichtsmaterial

Um in der Schule richtig mitarbeiten zu können, brauchen die Kinder ihre Unterrichtsmaterialien. Gerade jüngere Schüler benötigen oft noch die Hilfe der Eltern beim Ranzenpacken. Bitte nehmen Sie Ihrem Kind diese Aufgabe nicht ab, sondern unterstützen Sie es gerade zu Beginn seiner Schulzeit dabei, damit es das Ranzenpacken im Laufe der Zeit selbstständig übernehmen kann! Ihr Kind sollte immer wissen, was in seinem Ranzen ist.

Manchen Kindern verlangt es einiges ab, Ordnung zu halten und an alle Unterrichtsmaterialien zu denken. Deshalb haben wir das in der Schule ganz einfach geregelt: Alle Hefte, Ordner und Bücher sind in der Schule und die Kinder nehmen nur das mit nach Hause, was sie für die Hausaufgabe brauchen. Und all das wird nach der Hausaufgabe wieder in den Ranzen gepackt. Hilfreich ist es auch, wenn die Kinder zuhause nach den Hausaufgaben ihre Stifte spitzen – sie können dann im Unterricht bei der Sache bleiben.

Manche Kinder vergessen daheim ihre Sport- oder Schwimmsachen und können dann am Unterricht nicht teilnehmen. Bitte erinnern Sie Ihr Kind daran, Sportbeutel und Schwimmtasche an den entsprechenden Tagen mit in die Schule zu nehmen. Nach jedem Schwimmen muss Ihr Kind die nassen Schwimmsachen mit nach Hause nehmen. Die Sportsachen sollen spätestens in den Ferien gewaschen werden.

Und schließlich: Trauen Sie Ihrem Kind viel zu! Begleiten und bestärken Sie es auf seinem Weg zu größerer Selbstständigkeit!

Elternbriefe

Manche Kinder tun sich schwer damit, Elternbriefe zuhause abzugeben. Bitte schauen Sie deshalb – vor allem wenn es dabei noch Unterstützung braucht oder wenn Ihr Kind die Hausaufgabe in der Mittagsbetreuung erledigt – regelmäßig in den Schulranzen Ihres Kindes. Bitte geben Sie Rückmeldezettel an die Schule Ihrem Kind spätestens am dritten Tag nach Erhalt des Elternbriefes wieder mit in die Schule. Sie helfen uns und Ihrem Kind damit sehr.

Einstellung zum Lernen

Wie erfolgreich Ihr Kind in der Schule lernt, hängt wesentlich mit seiner Einstellung zum Lernen zusammen. Das ist ähnlich wie beim Sport. Wer gerne Sport macht weiß, dass es schön ist, sich zu bewegen, sich selbst herauszufordern und die eigene Leistung zu steigern. Auch wenn man sich anstrengen oder Rückschläge einstecken muss, geht man mit einer positiven Einstellung an die Sache heran.

Für die Entwicklung einer positiven Einstellung zum Lernen braucht Ihr Kind die Erfahrung, Herausforderungen selber zu meistern. Was dafür nötig ist an Anstrengungsbereitschaft, Ausdauer und Durchhaltevermögen, kann ihm keiner abnehmen. Sie als Eltern können Ihr Kind dabei durch Lob anspornen und unterstützen. Ihr Kind will mit seinen Bemühungen wahrgenommen werden. Im Laufe der Zeit entwickelt es daraus eigenen Ehrgeiz und echte Zufriedenheit mit seiner Arbeit.

Versprechungen und Geschenke für ureigenste Aufgaben Ihres Kindes – und das ist das Lernen in der Schule – lenken es ab. Es beschäftigt sich dann nicht damit, was es selber tun muss, sondern damit, was andere ihm geben müssen. Deshalb: Loben Sie Ihr Kind für seine Anstrengungen und ermutigen Sie es, offen auf neue Aufgaben zuzugehen!

Vorbereitung auf Proben

Die beste Vorbereitung auf eine Probe ist es, im Unterricht gut mitzuarbeiten. Dabei erarbeiten und üben die Kinder gemeinsam den Lernstoff, sprechen darüber, können nachfragen und Unsicherheiten klären. Bei den Hausaufgaben merkt das Kind, ob es mit den Aufgaben auch alleine klar kommt. Mit steigender Lesefertigkeit soll es auch das selbstständige Erlesen der Aufgabenstellungen übernehmen – das wird auch in den Proben erwartet. Fragt Ihr Kind, was es bei einer Aufgabe tun soll, dann lassen Sie sich ruhig mal die Aufgabenstellung vorlesen. Oft ist dann schon alles klar!

Wichtig ist auch die Einstellung des Kindes zu Proben und zum Fach. Machen Sie Ihrem Kind Mut und motivieren Sie es, gerade auch bei Misserfolgen! Vermeiden Sie zuviel Druck und unterstützen Sie es beim Üben! So lernen Kinder, dass man sich zwar manchmal durchbeißen muss, dass sich die Anstrengung aber auch lohnt.

Nach der Probe ist vor der Probe

Schauen Sie sich jede Probe gemeinsam mit Ihrem Kind an und besprechen Sie, was es tun kann, damit die nächste Probe (noch) besser gelingt. Dabei geht es oft nicht um Unterrichtsinhalte, sondern um das Arbeits­verhalten. Hinweise finden Sie am Ende jeder Probe bei der Rückmeldung der Lehrkraft. Ansatzpunkte können sein:

  • Arbeitsaufträge genau lesen
  • genau arbeiten, wie z.B. Einheiten dazu schreiben, auf Rechtschreibung achten, mit Lineal unterstreichen, mit dem Datum beginnen etc.
  • gelernte Strategien anwenden, wie z.B. Nomen nach Kriterien überprüfen, Rechenschritte anwenden o.ä.
  • die Arbeitszeit gut nutzen, wie z.B. schwere Aufgaben erst mal auslassen und am Schluss nochmal versuchen, am Ende die Ergebnisse kontrollieren, konzentriert bei der Arbeit bleiben o.ä.

Notieren Sie Tipps für die nächste Probe, hängen Sie diese am Schreibtisch auf, so dass Ihr Kind täglich bei den Hausaufgaben einübt, was es für die nächste Probe braucht.